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Echo

„Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.“
(Novalis)

Liebe Sängerinnen von VocaBella,

Novalis spricht von seiner vielfältigen Schau des Marienwesens. Sie brachten gestern vielstimmig unterschiedliche Vertonungen zum Marienthema zum Klingen.
In meinen Ohren klang Ihre Darbietung lange nach, ja, sie hat sich über Nacht in mir gewandelt und meinen heutigen Tag beflügelt.

Ihre betörenden Stimmen finde ich bemerkenswert; Die Mühelosigkeit Ihres Vortrags lässt Ihre Verbundenheit mit dieser Musik deutlich werden. Der Aufführungsraum hat das Geschehen unterstützt und gefördert.

Ihnen eine fruchtbare Weitergestaltung Ihrer Gesangeskunst und viele offene Ohren wünscht

(H.J. , 21.6.2010)


„Das Konzert gestern Abend war wirklich ausgezeichnet. Die Stimmen, diese Vielzahl von „Marien-Gesängen“ – jedes Stück für sich war eine Genuss. Denn von der Auswahl der Titel (vom frühen 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart), über die Abfolge der Gesänge und die Verteilung von a-cappella-Gesang und Orgel stimmte alles, um die zahlreichen Zuhörer in den Bann zu ziehen. Voraussetzung und Grundlage dafür war natürlich die hohe musikalische Qualität der neun Sängerinnen, die es verstanden, den barocken, romantischen und zeitgenössischen Kompositionen ihre musikalische Eigenart überzeugend abzugewinnen und begeisternd zur Darstellung zu bringen. Und das Publikum reagierte begeistert mit rauschendem Applaus, den die Sängerinnen mit einer Zugabe belohnten.“

(Mechthild Wieland, Februar 2010)


Hypnotische Klänge: VocaBella

Konzert der Musikfreunde Münsingen in der Zehntscheuer

Am Sonntag, nach Ende des Vocabella-Konzerts in der Zehntscheuer, stand eine nicht unerhebliche Frage im fachwerkverzierten Raum.

Was genau war es, das die rund 60 Zuhörer zuvor, während des rund einstündigen Auftritts des Frauenchors aus Tübingen, erlebten? War es ein pfiffiges Konzert, eine aufwendig inszenierte Musik-Text-Collage oder gar eine klingende Meditation, die sich aufmachte, dem Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi durch musikalische Untermalung vielschichtig Gestalt zu verleihen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, entzieht sich damit einer endgültigen Klärung.

Zweifellos aber war das von der Münsinger Gesellschaft der Musikfreunde (GdM) veranstaltete Konzert ein Erlebnis, das unter die Haut ging. Thematische Klammer war das von Assisi im 13. Jahrhundert verfasste Gebet. Es wurde von Bianca Barattelli und Tobias Woll, abwechselnd auf Deutsch und Italienisch rezitiert, und diente so gleichsam als Stichwortgeber für verschiedene, musikalische Betrachtungen.

Der Text spiegelte sich in Werken etwa von Franz Schubert oder Felix Mendelssohn Bartholdy, aber auch in neuzeitlicheren Kompositionen aus der Hand von Javier Busto oder Zoltan Kodály wider. So groß die Bandbreite der Komponisten, so weitgefasst war auch der Charakter der mal behend und dann wieder hymnisch vorgetragenen Stücke. Von Barock über gregorianischen Gesang, bis hin zu Volksweisen wie „Geh aus mein Herz“ oder „Der Mond ist aufgegangen“, erklangen sinngemäße Vertonungen der vorangestellten Texte.

Was wie ein beliebiges Potpourri verschiedener Stil- und Emotionslagen erscheinen mag, entpuppte sich als ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk, bei dem der Chor nicht nur durch Gesangsleistung überzeugte, sondern auch in der Aufführung der Werke originelle Ausrufezeichen setzte. So nutzen die Frauen, als auch die Rezitatoren, den gesamten Raum und positionierten sich mitunter im Rücken des Publikums. Sie schufen so die Gelegenheit, sich ganz der Musik und den Texten anzuvertrauen. Diese wurde genutzt – die Zuhörer ließen sich mit geschlossenen Augen von hypnotischen Klängen forttragen. Der vorangestellten Bitte, auf Applaus zwischen den Stücken zu verzichten, war also kein effektheischender Kniff, sondern eine logische Erfordernis um die meditative Gesamtwirkung des Vortrags nicht zu zerstören.


Erst nach dem Konzert gab es den verdienten Beifall für etwas, das sich jeder vorschnellen Bewertung entzog.“

(Simon Wagner, Alb-Bote, 29.3.2011)


„Ich bin kein religiöser Mensch, aber nach diesem Konzert muss ich das nochmals überdenken.“

(Ein Zuhörer, 27.3.2011)


„…Höchst lebendig, mit schönem Ton und makelloser Intonation gestalteten die elf Sängerinnen des 2009 gegründeten Tübinger Frauenensembles VocaBella (einstudiert von Chorleiterin Monika Zacharias); besoonders hervorzuheben die sensibel ausdifferenzierte Dynamik…“

(Achim Stricker, Schwäbisches Tagblatt, 24.2.2014)